Arbeitsentgeltzuschuss bei Weiterbildung: So senkst du Lohnkosten während der Qualifizierung
Bis zu 75% des Arbeitsentgelts werden während der Weiterbildung erstattet – deine Mitarbeitenden lernen ohne Einkommensverlust, du reduzierst deine Lohnkosten.
Was ist der Arbeitsentgeltzuschuss (AEZ) im Kontext der BA-Förderung?
Der Arbeitsentgeltzuschuss ist eine finanzielle Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit, die einen Teil des Lohns erstattet, den du während der Weiterbildungszeit an deine Mitarbeitenden zahlst.
Ziel ist es, die betriebliche Weiterbildung zu fördern, ohne dass Unternehmen durch Lohnkosten während der Ausfallzeiten belastet werden. Der AEZ ist Teil des Qualifizierungschancengesetzes und kann zusätzlich zur Übernahme der Lehrgangskosten beantragt werden.
AEZ-Höhe nach Unternehmensgröße
Kleine Unternehmen
Weniger als 50 Beschäftigte
Mittlere Unternehmen
50-249 Beschäftigte
Größere Unternehmen
250-2.499 Beschäftigte
Großunternehmen
Ab 2.500 Beschäftigte
„Arbeitsausfallzeiten" sauber planen
Der AEZ bezieht sich auf die Zeiten, in denen Mitarbeitende nicht arbeiten, sondern an der Weiterbildung teilnehmen:
Vollzeit-Freistellung
Mitarbeitende nehmen während der Arbeitszeit an der Weiterbildung teil – der AEZ deckt den entsprechenden Anteil des Gehalts ab
Teilzeit-Freistellung
Bei teilweiser Freistellung wird nur der Anteil gefördert, in dem nicht gearbeitet wird
Berufsbegleitend
Findet die Weiterbildung außerhalb der Arbeitszeit statt, gibt es in der Regel keinen AEZ – hier können aber andere Förderungen greifen
AEZ-Rechner: Schätze deinen Zuschuss
Berechne eine erste Schätzung deines möglichen Arbeitsentgeltzuschusses
Typische Stolpersteine vermeiden
Vollmacht und Personendaten
Die Arbeitsagentur benötigt detaillierte Angaben zu den Mitarbeitenden und oft eine Vollmacht zur Datenverarbeitung – fehlende Unterlagen verzögern die Bewilligung
Nachweise der Ausfallzeiten
Es muss klar dokumentiert sein, wann und in welchem Umfang die Mitarbeitenden freigestellt werden
Korrekte Berechnung
Der AEZ bezieht sich auf das tatsächliche Bruttogehalt und die Ausfallstunden – Fehler hier führen zu falschen Erstattungen