De-minimis einfach erklärt: Die 300.000 € Regel verstehen
Was bedeutet De-minimis? Wann gilt die 300.000 € Grenze? Und wie dokumentierst du richtig? Alle Antworten im Überblick.
Was ist De-minimis?
De-minimis (lateinisch: „über Geringfügiges") bezeichnet staatliche Beihilfen, die so gering sind, dass sie den Wettbewerb im EU-Binnenmarkt nicht spürbar verfälschen. Sie unterliegen vereinfachten Regeln – allerdings mit strikter Obergrenze.
Die Kernregel
Ein Unternehmen darf innerhalb von 3 Steuerjahren (fortlaufend) maximal 300.000 € an De-minimis-Beihilfen erhalten. Wird diese Grenze überschritten, gelten alle Beihilfen als unzulässig und müssen zurückgezahlt werden.
Was zählt zur 300.000 € Grenze?
Dokumentationspflicht
Du musst bei jedem Förderantrag eine De-minimis-Erklärung abgeben und alle erhaltenen Beihilfen der letzten 3 Jahre auflisten. Bewahre alle Bewilligungsbescheide für mindestens 10 Jahre auf.
Wichtig ab 01.01.2026
Ab 2026 wird ein zentrales De-minimis-Register eingeführt. Fördergeber melden Beihilfen automatisch, und du kannst deine Förderungen online einsehen.